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Alle 484 Fragen mit Lösung

Der amtliche Fragenkatalog der Fischerprüfung Schleswig-Holstein. Die richtige Antwort steht unter jeder Frage.

Allgemeine Fischkunde (AFk)

  1. 1
    Anhand welches Merkmals kann das Geschlecht der Äsche bestimmt werden?
    An der Größe und Form der Rückenflosse (Fahne).
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    Warum können Baustellenabwässer (Zement-, Beton- und Baukalkwässer) für Fische gefährlich sein?
    Weil sie je nach Konzentration ätzend wirken, wodurch die Kiemen und die Schleimhaut des Fisches stark geschädigt werden können.
  6. 6
    Warum werden Fische als wechselwarme Tiere bezeichnet?
    Weil sich ihre Körpertemperatur der jeweiligen Wassertemperatur angleicht.
  7. 7
    Was geschieht, wenn ein Fisch Schuppen verliert?
    Der Fisch bildet neue Schuppen (Ersatzschuppen) aus.
  8. 8
    Was lässt auf einen Ausbruch der Krebspest schließen?
    Vollständiges Sterben der heimischen Krebse in einem Gewässer.
  9. 9
    Was lässt sich anhand der Körperform des Fisches erkennen?
    Der bevorzugte Lebensraum des Fisches und sein Ernährungszustand.
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  11. 11
    Was versteht man unter dem Begriff "Gelbaale"?
    Ausgewachsene Aale im Fressstadium.
  12. 12
    Was versteht man unter dem Begriff "Glasaale"?
    Die an der Küste ankommenden durchsichtigen Jungaale.
  13. 13
    Was versteht man unter dem Begriff "Gründeln"?
    Nahrungssuche und -aufnahme vom Gewässergrund.
  14. 14
    Was versteht man unter dem Begriff "Weidenblattlarve"?
    Die Larven des Aals während der Drift mit dem Golfstrom.
  15. 15
    Was versteht man unter dem Begriff Laichausschlag?
    Ein harter, weißlicher, körniger Ausschlag auf der Oberhaut des Fisches während der Laichzeit.
  16. 16
    Was versteht man unter dem Begriff Laichgrube?
    Eine vom Fisch angelegte Vertiefung im Gewässergrund zur Laichablage.
  17. 17
    Was versteht man unter dem Begriff Laichhaken?
    Eine hakenartige Ausbildung des Unterkiefers bei Milchnern der Salmoniden.
  18. 18
    Was versteht man unter dem Begriff Laichnester?
    Laichnester sind von Fischen selbst oder vom Menschen angelegte (sogenannte Laichhilfen) Nester zur Eiablage.
  19. 19
    Was versteht man unter dem Begriff Milchner?
    Das geschlechtsreife Männchen.
  20. 20
    Was versteht man unter dem Begriff Rogen?
    Die Geschlechtsprodukte des weiblichen Fisches.
  21. 21
    Was versteht man unter dem Begriff Rogner?
    Das geschlechtsreife Weibchen.
  22. 22
    Was versteht man unter dem Begriff Wanderfischarten?
    Fischarten, die weite Wege zu ihren Laichplätzen zurücklegen.
  23. 23
    Welche allgemeine Regel trifft auf die Färbung von Leber und Niere bei gesunden Fischen zu?
    Die Leber ist rötlich-bräunlich, die Niere dunkelrot gefärbt.
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    Welche Art der Tarnung können Fische nutzen?
    Sie tarnen sich durch eine standortbezogene Farbänderung und Anpassung an den Gewässeruntergrund und die Umgebung.
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    Welche Art von Strahlen können Flossen haben?
    Hartstrahlen (Stachelstrahlen) und Weichstrahlen (Gliederstrahlen).
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    Welche Aufgabe hat die Rückenflosse?
    Stabilisierung der Körperhaltung.
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    Welche Auswirkung hat ein rascher Aufstieg auf die Schwimmblase des Fisches?
    Sie dehnt sich aus, wenn kein Druckausgleich möglich ist.
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    Welche Bezahnung trifft auf Karpfenartige zu?
    Unbezahnter Kiefer, ausschließlich Schlundzähne
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    Welche Eigenschaft zeichnet das Wachstum der Fische aus?
    Fische wachsen lebenslang, je nach Art im Alter allerdings verlangsamt.
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  40. 40
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    Welche Fischarten besitzen eine sogenannte Fettflosse?
    Alle in Deutschland heimischen Forellenartigen (Salmoniden).
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    Welche Fischarten besitzen eine stachelstrahlige Rückenflosse?
    Alle in Deutschland heimischen Barschartigen (Perciden).
  45. 45
  46. 46
    Welche Fischarten bewachen ihre Eier?
    Zander, Wels (Waller), Dreistachliger Stichling
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    Welche Fischarten gehören zu den Dorschartigen?
    Quappe (Rutte, Trüsche), Köhler, Wittling
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    Welche Fischarten haben eine hochrückige Körperform?
    Generell Friedfischarten, die in langsam fließenden oder stehenden Gewässern leben.
  53. 53
    Welche Fischarten haben eine Spindel- oder Torpedokörperform?
    Generell Fischarten, die in starker Strömung leben oder Langstreckenschwimmer sind.
  54. 54
    Welche Fischarten haben Kammschuppen?
    Flussbarsch, Kaulbarsch, Zander
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    Welche Fischarten haben Rundschuppen?
    Rotauge, Brasse (Brachsen, Blei), Hecht
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  60. 60
    Welche Fischarten sind Krautlaicher?
    Hecht, Karpfen, Rotfeder
  61. 61
    Welche Fischarten sind zur Darmatmung fähig?
    Steinbeißer und Schlammpeitzger.
  62. 62
    Welche Fischarten sind zur Hautatmung fähig?
    Hautatmung kommt vorwiegend bei Fischbrut vor. Aber auch der Europäische Aal ist eine Zeit lang zur Hautatmung fähig.
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    Welche Flossenarten werden unterschieden?
    Paarige und unpaarige Flossen.
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    Welche Folgen kann durch Lehm und Ton stark eingetrübtes Wasser für Fische haben?
    Die Kiemenfunktion des Fisches kann durch die Trübstoffe beeinträchtigt werden.
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    Welche Funktion haben Barteln?
    Die Barteln sind Geschmacks- und Tastorgane.
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    Welche Funktion haben die Kiemen des Fisches?
    Über die Kiemen erfolgt der Gasaustausch, also die Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid.
  71. 71
    Welche Funktion hat das Blut bei Fischen?
    Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid.
  72. 72
    Welche Funktion hat das Seitenlinienorgan (Ferntastsinn)?
    Das Seitenlinienorgan nimmt Strömungs- und Wasserdruckreize auf.
  73. 73
    Welche Funktion hat der Dottersack bei Fischen?
    Er dient der Fischlarve nach dem Schlüpfen bis zur Fressfähigkeit zu ihrer Ernährung.
  74. 74
    Welche Funktion hat die Darmatmung?
    Die Darmatmung ermöglicht es, einen Sauerstoffmangel und das Trockenfallen von Gewässern zeitweilig zu überstehen.
  75. 75
    Welche Funktion hat die Schleimhaut bei Fischen?
    Sie schützt den Fisch gegen äußere Einflüsse wie Krankheitserreger und Parasiten und vermindert den Reibungswiderstand.
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  77. 77
    Welche Hauptfunktion hat die Schwimmblase eines Fisches?
    Gewichts- und Druckausgleich für die Steuerung der Körperlage im Wasser.
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    Welche Krankheitsmerkmale lassen auf die Schwarzfleckenkrankheit schließen?
    Schwarz pigmentierte Flecken in der Fischhaut und auf den Flossen.
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  81. 81
    Welche Krankheitsmerkmale lassen auf eine mögliche Koi- Herpesvirus-Infektion (KHV) bei Karpfen schließen?
    Rötliche bis gelbliche, fleckige Verfärbungen auf den Kiemen sowie eingesunkene Augen.
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    Welche Muschelarten sind in Deutschland nicht heimisch?
    Körbchenmuschel, Zebra- oder Dreikantmuschel, Quaggamuschel.
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    Welche Nahrung wird beim Gründeln von Fischen gefressen?
    Muscheln, Krebse und andere bodenbewohnende wirbellose Tiere.
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    Welche wichtige biologische Funktion erfüllen Muscheln?
    Aufgrund ihrer Eigenschaft als Filtrierer tragen sie zur Gewässerreinigung bei.
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    Welches Merkmal dient der Unterscheidung von Karauschen und Karpfen?
    Karauschen haben keine Barteln, Karpfen haben vier Barteln.
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    Welches Verhalten eines Fisches kann ein Anzeichen für eine Erkrankung sein?
    Der Fisch ist apathisch und zeigt kein Fluchtverhalten.
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  98. 98
    Wie gut kann ein Fisch aus dem Wasser heraussehen?
    Ein Fisch kann Objekte außerhalb des Wassers, zum Beispiel am Ufer, wahrnehmen.
  99. 99
    Wie können Angler dazu beitragen, Fischkrankheiten auf andere Fischbestände zu übertragen?
    Durch die Verbringung von Wasser, mitgebrachte erkrankte (auch symptomlos infizierte) Köderfische oder Teile von Köderfischen sowie nicht desinfizierte Angelausrüstung und Kleidung.
  100. 100
    Wie können heimische Krebsbestände im Gewässer am besten geschützt werden?
    Durch Verhinderung der weiteren Verbreitung invasiver, nicht heimischer Krebsarten und durch Desinfektion der Ausrüstung und Kleidung zur Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern.
  101. 101
    Wie werden die verschiedenen Maulstellungen genannt?
    Ober-, unter- und endständiges Maul.
  102. 102
  103. 103
    Wo befinden sich beim Fisch die Nieren?
    Unter der Wirbelsäule innerhalb der Leibeshöhle vom Kopfansatz bis auf Höhe des Afters.
  104. 104
    Wo befindet sich beim Fisch das Herz?
    Kehlständig unterhalb der Kiemenhöhlen.
  105. 105
  106. 106
    Wo befindet sich das Seitenlinienorgan (Ferntastsinn)?
    Insbesondere an beiden Körperflanken, jedoch auch im Kopfbereich (Kopfporen) des Fisches.
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  108. 108
    Wo laicht der Hecht?
    An flachen und verkrauteten Uferstellen in stehenden Gewässern oder in Überflutungsbereichen.
  109. 109
    Wo laicht der Karpfen?
    An flachen und verkrauteten Uferstellen in stehenden Gewässern.
  110. 110
    Wo laicht die Bachforelle?
    In den kiesigen Bereichen der Oberläufe von Fließgewässern.
  111. 111
    Wo laicht die Barbe?
    Auf kiesigen, stark überströmten Bodenstellen in Fließgewässern.
  112. 112
    Wo laicht die Meerforelle?
    In kiesigen Bereichen der Oberläufe von Fließgewässern.
  113. 113
    Wo verläuft der Hauptnervenstrang bei Fischen?
    Oberhalb und entlang der Wirbelsäule.
  114. 114
  115. 115
  116. 116
  117. 117
    Woraus besteht die Nahrung von Fischbrut hauptsächlich?
    Aus tierischem Plankton (Zooplankton).
  118. 118
  119. 119
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage der Bachforelle?
    Aus Wirbellosen und kleineren Fischen
  120. 120
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage der Kleinen Maräne?
    Aus tierischem Plankton (Zooplankton).
  121. 121
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage der Nase?
    Überwiegend aus Bewuchs (z.B. Algen) auf Steinen.
  122. 122
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage des Dorsches?
    Aus Fischen, Krebstieren, Muscheln und Würmern.
  123. 123
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage des Herings?
    Aus tierischem Plankton (Zooplankton).
  124. 124
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage des Karpfens?
    Überwiegend aus Insektenlarven, Würmern und Schnecken.
  125. 125
    Woraus besteht die Nahrungsgrundlage des Ukeleis (Laube)?
    Aus tierischem Plankton (Zooplankton) und Wirbellosen.
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  127. 127
    Wovon ernähren sich Flusskrebse?
    Flusskrebse sind Allesfresser. Sie ernähren sich vor allem von im Gewässer anfallenden Detritus (zerfallende organische Substanzen), aber auch von Aas.

Gewässerökologie (GeÖ)

  1. 1
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  6. 6
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    In welcher Zone des Sees kommt die Wasserpest vor?
    Laichkrautzone und Zone der unterseeischen Wiesen
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  9. 9
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  13. 13
    Warum müssen Fischbestände dezimiert werden, bei denen Verbuttung einsetzt?
    Zur Wiederherstellung einer natürlichen Alterspyramide des Fischbestandes und eines normalen Wachstums.
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  15. 15
    Warum sollte das Betreten von Kiesbänken beim Watangeln im Frühjahr unterbleiben?
    Weil Kiesbänke der Laichplatz vieler Fischarten sind und sich dort die meisten Jungfische aufhalten.
  16. 16
    Was ist bei Wiederansiedlungsmaßnahmen zu beachten?
    Planung und Durchführung sollte ausschließlich durch Fachleute erfolgen.
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    Was ist eine Fischabstiegshilfe?
    Ein spezielles Bauwerk, das die gefahrlose Abwanderung von Fischen ermöglichen soll (Umgehung der Turbine)
  18. 18
    Was ist eine Fischaufstiegshilfe?
    Ein spezielles Bauwerk, das den Fischen die stromaufwärts gerichtete Überwindung von Hindernissen (z.B. Stauwehre) ermöglicht.
  19. 19
    Was muss man beim Fischfang bei hohen Wassertemperaturen vermehrt beachten?
    Zurückgesetzte Fische haben schlechtere Überlebenschancen.
  20. 20
    Was passiert bei der Photosynthese vereinfacht?
    Pflanzen produzieren mit Hilfe von Lichtenergie Kohlenhydrate (Zucker) und Sauerstoff.
  21. 21
  22. 22
    Was versteht man in der Ökologie unter dem Begriff Phytoplankton?
    In der Wassersäule frei schwebende kleinste Algen.
  23. 23
    Was versteht man in der Ökologie unter dem Begriff Plankton?
    Im Freiwasserraum lebende, mit der Wasserbewegung treibende Organismen (Lebewesen).
  24. 24
    Was versteht man in der Ökologie unter dem Begriff Zooplankton?
    In der Wassersäule frei schwebende tierische Kleinstlebewesen.
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    Was versteht man unter dem Begriff Algenblüte?
    Die massenhafte Entwicklung von pflanzlichem Plankton und Cyanobakterien in einem Gewässer.
  26. 26
    Was versteht man unter dem Begriff Bioindikator?
    Bestimmte Lebewesen (Zeigerorganismen), die Auskunft über den Zustand eines Gewässers geben.
  27. 27
    Was versteht man unter dem Begriff Brackwasser?
    Das durchmischte Salz- und Süßwasser mit geringem Salzgehalt im Mündungsbereich von Fließgewässern im Übergang zum Meer.
  28. 28
    Was versteht man unter dem Begriff fischereiliche Hege?
    Alle Maßnahmen, die der Erhaltung und Pflege eines dem Gewässer angepassten Fischbestandes dienen.
  29. 29
    Was versteht man unter dem Begriff invasive Art?
    Eine gebietsfremde Art, die durch ihre Ausbreitung bzw. Vermehrung heimische Arten verdrängt.
  30. 30
    Was versteht man unter dem Begriff Laichhilfen?
    Eingebrachtes Material, das fischartenspezifische Laichstrukturen schafft.
  31. 31
    Was versteht man unter dem Begriff Neophyten?
    nicht heimische Pflanzenarten.
  32. 32
  33. 33
    Was versteht man unter dem Begriff Verbuttung?
    Kleinwüchsigkeit laichreifer Fische infolge von Massenaufkommen.
  34. 34
    Was versteht man unter dem Begriff Verlandung?
    Die Verflachung eines Gewässers durch Pflanzenwachstum und Sedimenteintrag.
  35. 35
    Was versteht man unter dem fischereilichen Ertragspotenzial?
    Der mögliche nachhaltig abschöpfbare Fischertrag eines Gewässers.
  36. 36
    Was versteht man unter dem Umkippen eines Gewässers?
    Bakterielle Abbauprozesse im Gewässer, bei denen mehr Sauerstoff verbraucht als durch die Pflanzen gebildet wird.
  37. 37
    Was versteht man unter den Begriffen Gumpen bzw. Kolk?
    Eine Vertiefung in einem Fließgewässer.
  38. 38
    Was versteht man unter der Sommerstagnation eines Sees?
    Die warme Oberflächenschicht lagert sich stabil über der kühlen Tiefenschicht.
  39. 39
    Was versteht man unter der Sprungschicht eines Sees?
    Die Trennlinie zwischen warmem Oberflächenwasser und kühlerem Tiefenwasser während der Sommerstagnation.
  40. 40
    Was versteht man unter der Vollzirkulation eines Sees?
    Die vollständige Vermischung von Tiefen- und Oberflächenwasser.
  41. 41
    Was versteht man unter der Winterstagnation eines Sees?
    Die Temperaturschichtung infolge des stark abkühlenden Oberflächenwassers.
  42. 42
  43. 43
    Was versteht man unter einer nachhaltigen fischereilichen Bewirtschaftung?
    Die Entnahme von Fischen und gleichzeitige Hegemaßnahmen, bei denen der Fischbestand in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt.
  44. 44
    Was zeigt der pH-Wert an?
    Er ist ein Maß für den sauren oder basischen Charakter des Wassers.
  45. 45
  46. 46
    Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Artengemeinschaften in Gewässern?
    Die veränderten Lebensraumbedingungen können die Fischregionen verschieben.
  47. 47
    Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf stehende Gewässer?
    Eine stärkere Erwärmung im Sommer und ggf. längere Stagnationsphasen mit Sauerstoffmangel.
  48. 48
    Welche Auswirkungen kann der Klimawandel auf Fließgewässer haben?
    Gewässererwärmung und geringere Abflussmengen bis hin zum Trockenfallen.
  49. 49
    Welche Bedeutung haben Bäume und Äste in einem Gewässer?
    Sie dienen als Unterstand und werden von Fischnährtieren besiedelt.
  50. 50
    Welche Bedeutung haben Flachwasserzonen in Fließgewässern?
    Lebensraum für Jungfische. Laichplätze für bestimmte Fischarten.
  51. 51
  52. 52
    Welche Bedeutung hat die Uferzone für ein Gewässer?
    Sie stellt ein großes Nahrungsangebot für die Fische bereit, bietet Schutz und ist der strukturreichste Bereich im Gewässer.
  53. 53
    Welche Bedeutung hat ein uferbegleitender Gehölzsaum von Weiden und Erlen für kleinere Fließgewässer?
    Beschattung des Wasserkörpers, Befestigung des Uferbereichs und Unterstand für Fische.
  54. 54
  55. 55
    Welche der folgenden Organismengruppen fressen auch Fischbrut und Kleinfische?
    Libellenlarven, Gelbrandkäfer und Rückenschwimmer.
  56. 56
    Welche Eigenschaft ist charakteristisch für nährstoffarme Seen?
    Große Sichttiefe und geringes Algen- und/oder Pflanzenwachstum
  57. 57
    Welche Eigenschaft ist charakteristisch für sehr nährstoffreiche Seen?
    Starkes Algen- und/oder Pflanzenwachstum vor allem im Frühjahr und Sommer.
  58. 58
  59. 59
    Welche Eigenschaften kennzeichnen die Äschenregion eines Fließgewässers?
    Kiesiger Untergrund, rasch fließendes sommerkühles und sauerstoffreiches Wasser.
  60. 60
    Welche Eigenschaften kennzeichnen die Barbenregion eines Fließgewässers?
    Kiesig-sandiger Untergrund, fließendes und sauerstoffreiches Wasser.
  61. 61
    Welche Eigenschaften kennzeichnen die Brassen bzw. Bleiregion eines Fließgewässers?
    Feinsediment geprägter Untergrund, mäßig fließendes Wasser und Sauerstoffmangel am Gewässergrund möglich.
  62. 62
    Welche Eigenschaften kennzeichnen die Forellenregion eines Fließgewässers?
    Kiesig-steiniger Untergrund, rasch bis turbulent fließendes sommerkaltes und sauerstoffreiches Wasser.
  63. 63
    Welche Eigenschaften kennzeichnen die Kaulbarsch-/ Flunderregion eines Fließgewässers?
    Feinsediment geprägter Untergrund und langsam fließendes Wasser; häufig mit Gezeiteneinfluss.
  64. 64
    Welche Faktoren sollten bei der Berechnung der Fischbesatzmenge berücksichtigt werden, sofern eine Fischbesatzmaßnahme sinnvoll ist?
    Ertragsfähigkeit des Gewässers, vorhandener Fischbestand, Gewässertyp, Gewässerstruktur, Gewässergröße, Beeinträchtigungen, Prädationsdruck durch z.B. Kormoran.
  65. 65
  66. 66
  67. 67
  68. 68
  69. 69
  70. 70
  71. 71
  72. 72
  73. 73
  74. 74
  75. 75
  76. 76
  77. 77
    Welche Flusskrebse dürfen in Deutschland nicht in Gewässer besetzt werden?
    Kamberkrebs, Signalkrebs, Roter Amerikanischer Sumpfkrebs.
  78. 78
    Welche Folgen haben weggeworfene Angelschnurreste für die Umwelt?
    Die Angelschnüre verrotten nicht und können zur Gefahr für Tiere werden.
  79. 79
    Welche Folgen hat die Einleitung organischer Abwässer für ein Gewässer?
    Die Zersetzung organischer Abwässer verbraucht große Mengen Sauerstoff, und es kann zu Fischsterben kommen.
  80. 80
    Welche Folgen hat ein Überbesatz für ein Gewässer?
    Es kommt zu einer erhöhten Nahrungskonkurrenz, die zu Unterernährung oder Verbuttung von Beständen oder Abwanderung führt.
  81. 81
    Welche Folgen hat verloren gegangenes Blei für die Umwelt?
    Blei ist ein Schwermetall, das schädlich für Tiere, Pflanzen und Menschen ist, wenn es von ihnen aufgenommen wird.
  82. 82
    Welche Folgen kann das Aussetzen oder Anpflanzen nicht heimischer Tier- oder Pflanzenarten haben?
    Sie können heimische Arten verdrängen und das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigen.
  83. 83
    Welche Folgen kann ein falscher, dem Gewässer nicht angepasster Fischbesatz haben?
    Die Fischartenzusammensetzung und die Altersstruktur in einem Gewässer können aus dem Gleichgewicht gebracht werden.
  84. 84
    Welche Folgen kann übermäßiges Anfüttern für ein Gewässer haben?
    Das nicht aufgenommene Futter führt am Gewässergrund zu Fäulnisprozessen und zu einer erhöhten Sauerstoffzehrung.
  85. 85
  86. 86
    Welche Funktion hat ein Uferrandstreifen?
    Er verringert den Eintrag von Agrarchemikalien, Düngestoffen und Feinsedimenten in das Gewässer.
  87. 87
    Welche Gefahren können mit einer Fischbesatzmaßnahme verbunden sein?
    Das Einschleppen von Fischkrankrankheiten oder nicht heimischen Fischarten.
  88. 88
  89. 89
    Welche Gewässerzonen sind am sauerstoffreichsten?
    Die Wasseroberfläche und Uferzonen.
  90. 90
    Welche Gründe rechtfertigen eine Fischbesatzmaßnahme?
    Wenn die natürliche Reproduktion des Bestandes nicht ausreicht, um diesen zu erhalten, zur Wiederansiedelung bedrohter Fischarten und nach einem Fischsterben.
  91. 91
    Welche Hegemaßnahmen können an stehenden Gewässern unternommen werden, um den Aufwuchs von Jungfischen zu fördern?
    Die Flachwasserbereiche in den Uferzonen können erweitert werden, um mehr Lebensraum und Nahrungsgrundlage für Jungfische zu schaffen.
  92. 92
    Welche Hegemaßnahmen können zur Förderung der Biotopverbesserung unternommen werden?
    Förderung oder Schaffung von Laichplätzen. Einbringen von Totholz als Unterstand und zur Förderung der Strukturvielfalt.
  93. 93
  94. 94
    Welche Hegemaßnahmen sollten unternommen werden, um einen hohen Weißfischbestand zu verringern?
    Die Verringerung des Angeldrucks auf Raubfische sowie intensive Befischung der Weißfische.
  95. 95
    Welche künstlichen Gewässer gibt es?
    Teiche, Baggerseen, Kanäle.
  96. 96
    Welche negativen Auswirkungen kann der Biber auf natürliche Fließgewässer haben?
    Durch Dammbau wird die Fischwanderung behindert oder unterbunden.
  97. 97
    Welche ökologische Bedeutung haben Altarme für ein Fließgewässer?
    Sie sind Kinderstube, Laichplätze sowie Rückzugsgebiet bei Hochwasser für viele Fischarten.
  98. 98
  99. 99
  100. 100
  101. 101
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    Welche positiven Folgen kann ein Hochwasser für ein Fließgewässer haben?
    Schaffung von neuen Strukturen durch Transport von Totholz und Sedimenten.
  104. 104
    Welche Probleme verursachen Wasserkraftanlagen in Fließgewässern?
    Fehlende Durchgängigkeit, unzureichende Restwassermengen, Fischschädigungen bei Turbinenpassage.
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  110. 110
    Welchem Zweck dient die fischereiliche Hege?
    Erhaltung der natürlichen Ertrags- und Reproduktionsfähigkeit der Gewässer und der Fischbestände.
  111. 111
    Welchen Einfluss haben Querbauwerke (z. B. Wehre) auf die Fischbestände eines Fließgewässers?
    Sie verhindern Laichwanderungen, isolieren dadurch Fischbestände und verändern den Lebensraum.
  112. 112
    Welchen Einfluss haben Querbauwerke (z.B. Wehre) auf Fließgewässer-Lebensräume?
    Sie verlangsamen die Fließgeschwindigkeit des Gewässers. Dadurch verschlammt der Gewässergrund und die Wassertemperatur steigt.
  113. 113
  114. 114
    Welchen Einfluss können landwirtschaftliche Flächen im Bereich von Gewässern haben?
    Bei Starkregen können Bodensubstrat und Dünger in das Gewässer eingetragen werden.
  115. 115
  116. 116
  117. 117
    Welchen Zweck hat das Schonmaß/Mindestmaß in Bezug auf die fischereiliche Hege?
    Die Fische sollen eine Größe erreichen, die sicherstellt, dass sie sich mindestens einmal in ihrem Leben fortgepflanzt haben.
  118. 118
    Welchen Zweck hat die Führung einer Fangstatistik?
    Eine Fangstatistik ermöglicht eine Einschätzung des Fischbestandes und der erfolgten Entnahmen.
  119. 119
    Welchen Zweck hat die Schonzeit in Bezug auf die fischereiliche Hege?
    Die Schonzeit einer Fischart soll die ungestörte Fortpflanzung gewährleisten.
  120. 120
  121. 121
    Welches Besatzmaterial sollte für Fischbesatzmaßnahmen gewählt werden, sofern die Besatzmaßnahme sinnvoll ist?
    Es sollten nur Fische besetzt werden, die der Fischpopulation im Besatzgewässer möglichst nahestehen.
  122. 122
    Wer darf Fischbesatzmaßnahmen durchführen, sofern die Besatzmaßnahme sinnvoll ist?
    Nur der Fischereiberechtigte / Fischereirechtsinhaber / Fischereipächter.
  123. 123
    Weshalb sind Bisam und Nutria als gebietsfremde und invasive Art so problematisch?
    Sie ernähren sich teilweise von geschützten Großmuscheln und Amphibien.
  124. 124
    Wie lautet die richtige Reihenfolge der Regionen in einem Fließgewässer von der Quelle aus gesehen?
    Forellen-, Äschen-, Barben-, Brassen-(Blei, Brachsen), Kaulbarsch-/Flunderregion.
  125. 125
    Wie lautet vereinfachend die richtige Reihenfolge der Nahrungskette in einem Gewässer?
    Phytoplankton – Zooplankton – Fried- und Jungfische – Raubfische und andere Räuber
  126. 126
  127. 127
  128. 128
    Worauf sollte beim Watangeln geachtet werden?
    Lebensräume heimischer Großmuscheln sollten nicht betreten werden.
  129. 129
    Worauf sollten Besatzfische vor der Besatzmaßnahme kontrolliert werden?
    Auf ihre Art und äußerlich erkennbare Krankheitsmerkmale.
  130. 130
    Woraus besteht die Nahrung des Fischotters?
    Aus Fischen, Flusskrebsen, Amphibien und kleinen Wasservögeln.
  131. 131
    Wovon ernähren sich Graureiher?
    Fische, Amphibien und kleinere Nagetiere.
  132. 132
    Wovon ernähren sich Kormorane?
    Fische aller Art und Größe.

Rechtskunde (Rk)

  1. 1
  2. 2
    Dürfen Eingeweide geschlachteter Fische in das Gewässer geworfen werden?
    Nein, sie sind Abfall und müssen ordnungsgemäß entsorgt werden.
  3. 3
    Dürfen Flusskrebse vorübergehend lebend aufbewahrt oder transportiert werden?
    Ja, auf einer feuchten Unterlage in einem Transportbehältnis.
  4. 4
    Dürfen gemäß Waffengesetz beim Angeln stehende Messer mit mehr als 12 cm Klingenlänge mitgeführt werden?
    Ja, solche Messer dürfen bei Fischerei und Jagd geführt werden, sonst nur in verschlossenen Behältnissen.
  5. 5
    Gelten in den Bundesländern einheitliche Mindestmaße und Schonzeiten?
    Die Bundesländer können unterschiedliche Mindestmaße und Schonzeiten regeln.
  6. 6
    Ist Wettfischen verboten?
    Ja, weil der „vernünftige Grund“ nach dem Tierschutzgesetz nicht gegeben ist.
  7. 7
    Können Fische Schmerzen und Leid empfinden?
    Fische können Leid empfinden. Ob Fische bewusst Schmerzen wahrnehmen können, ist nicht abschließend wissenschaftlich geklärt.
  8. 8
    Können Fische Stress empfinden?
    Fische können Stress empfinden, etwa beim Drill und bei der Hälterung.
  9. 9
  10. 10
    Wann soll der Anhieb beim Biss erfolgen?
    Unmittelbar nach dem Biss, um das zu tiefe Verschlucken des Köders zu vermeiden.
  11. 11
    Warum ist die Kenntnis über die Lage des Fischgehirns notwendig?
    Um den Schlag auf den Kopf bzw. Schädelknochen ausführen zu können und den Fisch tierschutzgerecht zu betäuben.
  12. 12
    Warum kann bei dem Zurücksetzen aller gefangenen Fische ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegen?
    Weil gegebenenfalls kein vernünftiger Grund für die Ausübung der Angelfischerei nach dem Tierschutzgesetz vorliegt.
  13. 13
    Warum müssen ausgelegte Angeln ständig überwacht werden?
    Damit dem gehakten Fisch durch vergebliche Fluchtversuche unnötiges Leiden erspart bleibt.
  14. 14
    Warum soll ein Fisch auf keinen Fall länger als notwendig lebend an der Luft gehalten werden?
    Weil der Fisch dabei unnötigen Stress erleidet und im schlimmsten Fall erstickt.
  15. 15
    Warum soll ein gefangener Fisch nur mit nassen Händen angefasst werden?
    Damit die schützende Schleimhaut des Fisches nicht geschädigt wird.
  16. 16
    Was bedeutet Biotopschutz im Sinne des BNatSchG?
    Der Schutz von bestimmten Teilen der Natur und Landschaft, die besondere Bedeutung als Lebensraum haben.
  17. 17
    Was bedeutet Hegepflicht?
    Die Pflicht zur Erhaltung und Förderung eines der Größe, Beschaffenheit und Ertragsfähigkeit des Gewässers angepassten artenreichen und gesunden standortgerechten Fischbestandes.
  18. 18
    Was besagt § 1 Tierschutzgesetz?
    Niemand darf einem Tier ohne einen vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
  19. 19
    Was ist beim Fischen an Bundeswasserstraßen zu beachten?
    Die Schifffahrt darf durch das Fischen nicht beeinträchtigt werden.
  20. 20
    Was ist ein Fischereipachtvertrag?
    Ein Vertrag zur befristeten Übertragung eines Fischereirechts auf einen Pächter.
  21. 21
    Was ist vor dem Befahren von Gewässern mit Wasserfahrzeugen zu beachten?
    Es können Rechtsvorschriften bestehen, die das Befahren einschränken oder untersagen.
  22. 22
    Was muss neben den fischereirechtlichen Vorschriften beim Fischen ggf. besonders berücksichtigt werden?
    Bestimmungen zum Artenschutz und Tierschutz, um geschützte Arten zu erkennen und gefangene Fische sachgerecht zu behandeln.
  23. 23
    Was müssen Angler und Fischer beachten?
    Das Töten von Tieren ist in der Öffentlichkeitswahrnehmung ein sensibles und kontrovers diskutiertes Thema und sollte stets verantwortungsvoll erfolgen.
  24. 24
    Was sind Tagesfangbegrenzungen (Baglimits)?
    Begrenzung der Stückzahl je Tag und Angler für eine bestimmte Fischart.
  25. 25
    Was verlangt die Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG) der EU?
    Die Erreichung eines guten ökologischen und chemischen Zustands von natürlichen Oberflächengewässern bzw. des guten ökologischen Potenzials in stark veränderten oder künstlichen Oberflächengewässern.
  26. 26
  27. 27
    Was versteht man im Fischereirecht unter dem Begriff Mindestmaß?
    Die Größe, die eine Fischart erreicht haben muss, um entnommen werden zu dürfen.
  28. 28
    Was versteht man im Fischereirecht unter dem Begriff Schonzeit?
    Die Zeit, in der eine Fischart nicht gezielt befischt werden darf.
  29. 29
    Was versteht man im Wasserrecht unter dem Begriff Gemeingebrauch?
    Das allen zustehende Recht, Gewässer ohne besondere Erlaubnis in einem bestimmten Ausmaß zu nutzen.
  30. 30
    Was versteht man unter nachhaltiger Fischerei?
    Die Abschöpfung des natürlichen Fischertrages ohne Beeinträchtigung der Erhaltungsfähigkeit der Bestände.
  31. 31
    Welche Anforderungen sind an das Betäuben und Töten von Fischen gestellt?
    Der Nachweis der Sachkunde (Kenntnisse und Fähigkeiten).
  32. 32
  33. 33
    Welche Auswirkungen hat ein Schutzgebiet auf die Fischerei?
    Die Fischereiausübung kann eingeschränkt oder verboten sein.
  34. 34
  35. 35
    Welche Einschränkungen bei Freischneidearbeiten an Gewässern und auf anderen Flächen sind gemäß BNatSchG zu beachten?
    Das grundsätzliche Verbot, Gehölze sowie Röhrichte in der Zeit vom 1. März bis 30. September zu schneiden oder zu beseitigen.
  36. 36
  37. 37
    Welche Fangmethode ist verboten?
    Fischen mit lebendem Köderfisch.
  38. 38
  39. 39
    Welche Flächen sind geschützte Biotope im Sinne des BNatSchG?
    Naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Vegetation.
  40. 40
  41. 41
  42. 42
    Welche Reihenfolge der Hilfsmittel ist bei der waidgerechten Entnahme zur Verwertung richtig?
    Landehilfe (z. B. Kescher), Maßband, Schlagholz, scharfes Messer, Hakenlöser/Hakenlösezange
  43. 43
    Welche Reihenfolge ist beim Töten eines Fisches richtig?
    Betäuben durch einen Schlag und Entbluten des Fisches durch einen Kiemenrundschnitt oder einen Herzstich (außer Aale und Plattfische).
  44. 44
  45. 45
    Welchen Hintergrund hat die Einführung von Tagesfangbegrenzungen (Baglimits)?
    Hegemethode zur nachhaltigen anglerischen Nutzung von Fischbeständen
  46. 46
    Welcher tierschutzrechtliche Grundsatz gilt für die Fischerei?
    Keinem Tier dürfen ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden.
  47. 47
    Welches Hilfsmittel wird zum waidgerechten Betäuben des Fisches benutzt?
    Ein geeigneter stumpfer Gegenstand wie ein Schlagholz.
  48. 48
  49. 49
    Wie muss ein maßiger Fisch, der verwertet werden soll, nach dem Anlanden behandelt werden?
    Der Fisch muss sofort betäubt und getötet werden, sofern nicht gehältert werden darf.
  50. 50
    Wie müssen Aale getötet werden?
    Durch einen die Wirbelsäule durchtrennenden Stich direkt hinter dem Kopf und sofortiges Herausnehmen der Eingeweide einschließlich des Herzens.
  51. 51
    Wie müssen Flusskrebse, die verwertet werden dürfen, tierschutzgerecht getötet werden?
    Flusskrebse müssen einzeln in stark kochendes Wasser gegeben werden.
  52. 52
    Wie müssen Plattfische tierschutzgerecht getötet werden?
    Durch einen schnellen Schnitt, der die Kehle und die Wirbelsäule durchtrennt.
  53. 53
  54. 54
    Wie soll der Drill eines Fisches erfolgen?
    Angelschnur stets unter Spannung und den Drill so kurz wie möglich halten, ohne dass die Schnur reißt.
  55. 55
    Wie soll ein Fisch, der nicht entnommen wird, behandelt werden?
    Der Fisch muss vorsichtig mit nassen Händen abgehakt und wieder in das Fanggewässer zurückgesetzt werden.
  56. 56
    Wo sind die Schonmaße rechtlich geregelt?
    In den jeweiligen Fischereigesetzen und Fischereiverordnungen der Länder oder im unmittelbar geltenden EU-Recht.
  57. 57
    Wo sind die Schonzeiten rechtlich geregelt?
    Vorrangig in den Fischereigesetzen und Fischereiverordnungen der Bundesländer, ergänzend in unmittelbar geltenden Vorschriften der EU und des Bundes
  58. 58
    Wo soll der Fischfang aus Gründen des Tierschutzes unterbleiben?
    An Orten, an denen das sichere Anlanden eines Fisches nicht möglich ist.
  59. 59
  60. 60
    Worüber muss man sich vor dem Fischfang unbedingt informieren?
    Über die vor Ort geltenden fischereirechtlichen und sonstigen Rechtsvorschriften, insbesondere Schonbestimmungen für Fische.
  61. 61
    Wozu ermächtigt das Fischereirecht?
    Zur Aneignung an zuvor herrenlosen Fischen.

Gerätekunde (Gk)

  1. 1
    Für welche Angelmethode ist die Multirolle besonders geeignet?
    Traditionell für das Meeresangeln, aber auch für das Spinnangeln.
  2. 2
  3. 3
    Wann ist der Einsatz einer Laufpose einer Feststellpose vorzuziehen?
    Wenn in einer Tiefe gefischt wird, welche die Rutenlänge übersteigt.
  4. 4
  5. 5
    Warum sollte im Winter bei starkem Frost keine geflochtene Angelschnur benutzt werden?
    Durch das Eindringen von Wasser in die Zwischenräume der Schnur kann die Schnur gefrieren und brechen.
  6. 6
    Was bezeichnet man als „Drilling"?
    Ein zusammengesetzter Haken mit drei Spitzen.
  7. 7
    Was ist bei den Schnurlaufringen immer wieder zu kontrollieren?
    Ob sie eingeschliffen sind und Rillen oder Risse aufweisen und ob die Ringbindungen noch fest sind.
  8. 8
  9. 9
    Was ist beim Angeln an Gewässern, in denen Berufsfischer tätig sind, zu beachten?
    Es können sich Fanggeräte im Wasser befinden, die über Wasser schwer zu erkennen sind.
  10. 10
    Was ist charakteristisch für Trockenfliegen?
    Sie schwimmen auf der Wasseroberfläche.
  11. 11
    Was ist ein Knicklicht?
    Ein selbst leuchtender Bissanzeiger für das Nachtangeln.
  12. 12
    Was ist eine Köderfischsenke?
    Ein Fanggerät zum Fang von Kleinfischen.
  13. 13
    Was ist eine Ködernadel?
    Eine Nadel zum Aufziehen des Köders auf den Angelhaken.
  14. 14
    Was ist eine monofile Angelschnur?
    Eine einfädige Kunststoffschnur.
  15. 15
    Was ist eine multifile Angelschnur?
    Eine aus mehreren Fäden gedrehte oder geflochtene Schnur, die aus Kunststoff oder anderen Materialien besteht.
  16. 16
    Was ist eine Steckrute?
    Eine Angelrute, die aus zwei oder mehr zusammensteckbaren Teilen besteht.
  17. 17
    Was ist eine Teleskoprute?
    Eine mehrteilige Rute, deren Teile ineinandergeschoben werden können.
  18. 18
  19. 19
    Was ist für die Stationärrolle charakteristisch?
    Die Spule steht beim Einholen der Schnur fest.
  20. 20
    Was ist für eine Feederrute charakteristisch?
    Die sensible Endspitze zur Bissanzeige.
  21. 21
    Was können schadhafte Schnurlaufringe an der Angelrute zur Folge haben?
    Eine Beschädigung der Hauptschnur, die zum Abriss beim Drill führen kann.
  22. 22
    Was sollte bei der Handhabung einer Teleskoprute beachten werden?
    Die Spitze wird stets zuletzt eingeschoben; Vorsichtiges Zusammenschieben der einzelnen Teleskopteile.
  23. 23
    Was sollte beim Zusammenziehen eines Knotens bei einer monofilen Angelschnur beachtet werden?
    Um den Reibungswiderstand zu verringern, sollte die Schnur angefeuchtet werden.
  24. 24
    Was sollte mit den ersten Metern der Hauptschnur gemacht werden, wenn diese aufgeraut sind?
    Der aufgeraute Abschnitt der Schnur sollte abgeschnitten und ordnungsgemäß entsorgt werden.
  25. 25
    Was versteht man unter Brandungsangeln?
    Eine besondere Art des Grundangelns vom Meeresstrand.
  26. 26
    Was versteht man unter Watfischen?
    Das Fischen im Wasser stehend oder im Wasser gehend.
  27. 27
    Was versteht man unter dem Begriff Pose?
    Ein auftreibender Bissanzeiger, der den Köder in einer bestimmten Wassertiefe hält.
  28. 28
  29. 29
    Was versteht man unter dem Begriff Streetfishing?
    Das Angeln in städtischem Gebiet.
  30. 30
    Was versteht man unter dem Heißräuchern von Fisch?
    Das Räuchern bei über 65 Grad Celsius.
  31. 31
    Was versteht man unter dem Kalträuchern von Fisch?
    Das Räuchern bei nicht mehr als 20 Grad Celsius.
  32. 32
    Was versteht man unter den Begriffen Jerkbaits, Popper und Twister?
    Es handelt sich um Kunstköder zum Raubfischangeln.
  33. 33
    Was versteht man unter einem Blinker?
    Einen taumelnder Köder aus Metall.
  34. 34
    Was versteht man unter einem Boilie?
    Boilies sind gekochte Teigkugeln zum Fang von Karpfenartigen (Cypriniden).
  35. 35
    Was versteht man unter einem Pilker?
    Ein Pilker ist ein schwerer Metallköder, der durch Heben und Senken eine Beutefischbewegung imitiert.
  36. 36
    Was versteht man unter Schleppangeln?
    Angeln vom fahrenden Boot, bei der Köder in größerem Abstand geführt werden.
  37. 37
    Was wird als Rod-Pod bezeichnet?
    Ein Rutenhalter, der vorwiegend beim Karpfenangeln eingesetzt wird.
  38. 38
    Welche allgemeine Regel für die Schnur- und Hakenwahl ist richtig?
    Die Schnur nicht dünner als nötig, der Haken nicht kleiner als nötig.
  39. 39
    Welche allgemeine Regel gilt bei der Zusammenstellung von Haken, Schnur und Rute?
    Großer Haken, starke Schnur und steife Rutenspitze; kleiner Haken, dünne Schnur und weiche Rutenspitze.
  40. 40
    Welche allgemeine Regel ist bei der Wahl des Wirbels zu beachten?
    Der Wirbel sollte eine größere Tragfähigkeit als die Hauptschnur haben.
  41. 41
  42. 42
  43. 43
  44. 44
  45. 45
  46. 46
  47. 47
  48. 48
  49. 49
  50. 50
    Welche Besonderheit besitzt eine Selbsthakmontage?
    Es muss kein unmittelbarer Anhieb nach dem Biss gesetzt werden.
  51. 51
    Welche Besonderheiten gibt es beim Streetfishing zu beachten?
    Es darf zu keiner Gefährdung von Passanten durch das Auswerfen oder Drillen kommen.
  52. 52
  53. 53
    Welche Gefahr besteht beim Watfischen und dem Tragen einer Wathose?
    Bei einem Sturz kann sich die Wathose mit Wasser füllen, wodurch es zum Ertrinken kommen kann.
  54. 54
  55. 55
    Welche Köder werden in der Regel beim Brandungsangeln verwendet?
    Wattwürmer, Fetzenköder, Seeringelwürmer.
  56. 56
  57. 57
  58. 58
  59. 59
  60. 60
    Welche Nachteile hat eine Steckrute gegenüber einer Teleskoprute?
    Die Steckrute hat in der Regel eine ungünstigere Transportlänge.
  61. 61
    Welche Nachteile hat eine Teleskoprute gegenüber einer Steckrute?
    Die Rute hat bei gleicher Länge und gleichem Wurfgewicht eine schlechtere Aktion.
  62. 62
  63. 63
  64. 64
    Welchem Zweck dient die Schnurbremse bei einer Stationärrolle?
    Der Grad des Bremsens kann der Reißfestigkeit der Schnur angepasst werden.
  65. 65
    Welchen Teil der Angelschnur bezeichnet der Angler als Vorfach?
    Den Schnurteil zwischen Hauptschnur und Haken.
  66. 66
    Welchen Zweck hat ein Wirbel?
    Ein Wirbel vermeidet Schnurverdrehungen/Schnurdrall.
  67. 67
    Welcher ist der wichtigste Gerätetest vor Beginn des Angelns?
    Überprüfung der Angel samt Montage durch Zugprobe und Einstellen der Bremse.
  68. 68
  69. 69
  70. 70
  71. 71
  72. 72
  73. 73
  74. 74
    Wie beeinflussen Knoten die Tragfähigkeit der Schnur?
    Die Tragfähigkeit ist am Knoten geringer.
  75. 75
  76. 76
  77. 77
  78. 78
    Wie sollte die Schnurbremse eingestellt sein?
    Nach der Reißfestigkeit der Vorfach- bzw. Hauptschnur.
  79. 79
    Wie werden Angelschnüre klassifiziert?
    Nach ihrem Durchmesser und ihrer Tragkraft.
  80. 80
    Wie werden Fliegenschnüre klassifiziert?
    Nach dem Gewicht (Schnurklassifizierung nach AFTMA).
  81. 81
    Wodurch kann die senkrechte Stellung einer Pose im Wasser erreicht werden?
    Durch Beschwerung mit Gewichten unterhalb der Pose, die den Auftrieb der Pose nicht übersteigen.
  82. 82
    Wofür verwendet man einen Sbirolino?
    Zum weiten Auswerfen leichter Köder.
  83. 83
    Woran erkennt man einen nicht mehr verzehrtauglichen Fisch?
    An trüben Augen und einem starken Fischgeruch sowie einer schlechten Fleischbeschaffenheit (z.B. Überprüfung durch Drucktest).
  84. 84
    Worauf sollte beim Ausnehmen besonders geachtet werden?
    Dass beim Öffnen der Bauchdecke die Gallenblase des Fisches nicht beschädigt wird.
  85. 85
    Wovon sollte die Wahl der Angelschnur in erster Linie abhängen?
    Von der Zielfischart und der zu erwartenden Fischgröße sowie der Beschaffenheit des Angelgewässers.
  86. 86
    Wozu dient in der Montage die Beschwerung?
    Als Wurfgewicht und zum Austarieren der Tragkraft der Pose.

Landesspezifische Fragen (LsF) Schleswig-Holstein

  1. 1
  2. 2
  3. 3
    Brauchen Personen ab vollendetem 14. Lebensjahr an jedem Gewässer in Schleswig-Holstein zum Angeln einen Fischereischein?
    Nein, es gibt Ausnahmen an gewerblichen Angelteichen, auf gewerblichen Angelkuttern und an privaten Kleingewässern.
  4. 4
    Braucht man an jedem Gewässer in Schleswig-Holstein einen Fischereierlaubnisschein?
    Nein, nur an Binnengewässern und Teilen von Küstengewässern mit selbständigen Fischereirechten.
  5. 5
    Darf ein Fischereiberechtigter die gesetzlich bestimmten Schonzeiten für sein Gewässer verändern?
    Ja, der Fischereiberechtigte ist für die Hege verantwortlich und kann Schonzeiten aus sachlichen Gründen erhöhen.
  6. 6
    Darf ein Fischereiberechtigter die rechtlich bestimmten Mindestmaße für sein Gewässer verändern?
    Ja, der Fischereiberechtigte ist für die Hege verantwortlich und kann Mindestmaße aus sachlichen Gründen erhöhen.
  7. 7
    Den Fischereischein erteilt in Schleswig-Holstein grundsätzlich die obere Fischereibehörde. Wo kann der Fischereischein beantragt werden?
    über einen Onlinedienst im Internet sowie mit wenigen lokalen Ausnahmen bei der Ordnungsbehörde am Wohnort des Antragstellers.
  8. 8
  9. 9
  10. 10
    Dürfen Kammschupper und Rundschupper in einem Behälter transportiert werden?
    Nein, weil die Kammschupper die Schleimhaut der Rundschupper verletzen können.
  11. 11
  12. 12
  13. 13
    Gibt es in Schleswig-Holstein rechtliche Einschränkungen beim Nachtangeln?
    Nein, das Nachtangeln kann aber durch den Fischereiberechtigten oder Pächter eingeschränkt oder ausgeschlossen sein.
  14. 14
  15. 15
  16. 16
    In welchen Rechtsvorschriften sind die für den Fischfang verbotenen Mittel aufgeführt?
    Im Fischereigesetz sowie der Binnen- und der Küstenfischereiverordnung.
  17. 17
    Ist Angeln ohne Fischereierlaubnisschein eine Straftat, auch wenn kein Fangerfolg vorliegt?
    Ja, schon das Führen fangfertiger Geräte am Gewässer ist ohne Fischereierlaubnisschein verboten.
  18. 18
    Ist die Eisfischerei in Schleswig-Holstein erlaubt?
    Ja, sie kann aber durch den Fischereiberechtigten oder Pächter eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Die Löcher im Eis müssen aber anschließend deutlich sichtbar gekennzeichnet werden.
  19. 19
    Ist es in Schleswig-Holstein zulässig, an einem Gemeinschaftsfischen teilzunehmen?
    Ja, sofern die rechtlichen Bedingungen für Gemeinschaftsfischen erfüllt sind.
  20. 20
  21. 21
    Ist in Schleswig-Holstein der Fischfang in Fischwegen verboten?
    In Fischwegen ist Fischfang verboten, ausgenommen naturnahe Fischwege, die die ganze Gewässerbreite einnehmen.
  22. 22
    Kann das Uferbetretungsrecht eingeschränkt oder aufgehoben werden?
    Ja, soweit das im öffentlichen Interesse oder zur Abwehr von Gefahren erforderlich ist.
  23. 23
    Kann ein Fischereischein von der Ordnungsbehörde wieder eingezogen oder für ungültig erklärt werden?
    Ja, wenn Tatsachen bekannt werden, die eine Versagung rechtfertigen, etwa Verurteilungen wegen Fischwilderei, Urkundenfälschung oder Tierquälerei.
  24. 24
    Sind Mess- und Abhakmatten im Sinne des Tierschutzes sinnvoll?
    Ja, sie können als schonende Unterlage für Fische genutzt werden, bei denen nach der Landung noch unklar ist, ob sie entnommen werden dürfen. Der Fisch kann darauf mit der gebotenen Sorgfalt behandelt werden.
  25. 25
    Sollen beim Friedfischangeln Zwillings- oder Drillingshaken verwendet werden?
    Nein, die Verwendung wäre nicht tierschutzgerecht, da die Mehrfachhaken unnötige Verletzungen im Maul und Schlund des Fisches verursachen können.
  26. 26
    Unterliegt Magnetfischen dem Fischereirecht?
    Nein, es ist kein Fischfang. Man benötigt aber die Erlaubnis des Gewässereigentümers sowie ggf. behördliche Genehmigungen.
  27. 27
    Wann ist ein Gemeinschaftsfischen in Schleswig-Holstein zulässig?
    Wenn der Fang sinnvoll verwertet wird und der Hegepflichtige der Veranstaltung zugestimmt hat.
  28. 28
  29. 29
    Warum unterscheidet man zwischen „offenen“ und „geschlossenen“ Gewässern?
    Nur an offenen Binnengewässern besteht eine Hegepflicht.
  30. 30
    Was ist ein Hamen?
    Ein Fischfanggerät mit beutelförmigem Netz, das von einem Rahmen umgeben ist und traditionell für den Aalfang benutzt wird.
  31. 31
    Was ist ein Schleppnetz?
    Ein Fanggerät, das von einem Fischereifahrzeug durch das Wasser gezogen wird.
  32. 32
    Was ist ein Stellnetz?
    Ein passives Fanggerät, das von einem Fischereifahrzeug ausgesetzt wird und für eine bestimmte Zeit am Fangplatz verbleibt.
  33. 33
    Was ist eine Langleine?
    Eine Schnur, an der viele Haken mit kurzen Seitenarmen befestigt sind.
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    Was ist eine Reuse?
    Ein gestrecktes kegelförmiges Netz zum Fischfang, das am Gewässergrund befestigt wird und für eine bestimmte Zeit am Fangplatz verbleibt.
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    Was ist Inhalt und Gegenstand des Fischereirechts?
    Es gibt die Befugnis, in einem Gewässer Fische, Neunaugen, Krebse und Muscheln zu hegen, zu fangen und sich anzueignen.
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    Was ist Magnetfischen?
    Kein Fischfang, sondern das Suchen nach Gegenständen aus Metall in einem Gewässer.
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    Was ist unter Verlandung zu verstehen?
    Die langsame Verflachung eines Gewässers durch Pflanzenwachstum sowie Sand- und Staubeintrag.
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    Was sind ständige Fischereivorrichtungen?
    Baulich fest errichtete Fanggeräte, z.B. Aalfänge.
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    Was versteht man unter Ausstickung?
    Das Fischsterben durch Sauerstoffmangel im Gewässer.
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    Was versteht man unter dem Begriff Rachensperre?
    Ein Hilfsmittel zum Offenhalten des Maules zum Hakenlösen bei Raubfischen.
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    Was versteht man unter einem Fischschonbezirk?
    Ein fischereirechtlich geschützter Gewässerteil, der für den Fischbestand in seiner Gesamtheit oder für bestimmte Fische, Neunaugen, Krebse oder Muscheln wichtig ist.
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    Was versteht man unter einem Laichschonbezirk?
    "Ein fischereirechtlich geschützter Gewässerteil mit besonders geeigneten Laich- und Aufwuchsplätzen für Fische.“
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    Welche Anforderungen gelten bei der Verwendung von Köderfischen?
    Bei Verwendung in offenen Binnengewässern müssen die Köderfische aus dem Gewässersystem des Fanggewässers oder aus einer Aquakulturanlage stammen
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    Welche Angaben sollten bei der Entnahme von Wasserproben mit aufgenommen werden?
    Gewässer und Entnahmestelle, Datum und Uhrzeit der Entnahme, Name und Anschrift des Probenehmers, wichtige Beobachtungen.
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    Welche Art von Vorfach soll beim Raubfischangeln verwendet werden?
    In jedem Fall ein Stahlvorfach, möglichst ohne Knickstellen oder andere Beschädigungen.
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    Welche Arten von Schonbezirken für die Fische gibt es?
    Fischschonbezirke und Laichschonbezirke.
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    Welche Aussage zum Fischereipachtvertrag ist zutreffend?
    Fischereipachtverträge sind schriftlich abzuschließen, kürzere Pachtzeiten als 12 Jahre kann die obere Fischereibehörde zulassen.
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    Welche Behältnisse sollten für die Entnahme von Wasserproben zur Beweissicherung und Untersuchung verwendet werden?
    Es sind saubere Glas- oder Plastikflaschen mit einem Volumen von 1 Liter zu verwenden, die keine Reste des früheren Inhalts oder eines Spülmittels enthalten.
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    Welche Daten sollten in einer Fangstatistik erfasst werden?
    Datum, Art, Länge, Gewicht oder Anzahl der Fische, Fischereiaufwand.
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    Welche Eigenschaften sind charakteristisch für einen Hecht/Schleiensee?
    Nährstoffreich und flach, stark verkrautet und klar.
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    Welche Eigenschaften sind charakteristisch für einen Maränensee?
    Nährstoffarm, klar, sauerstoffhaltig auch in größerer Tiefe.
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    Welche Eigenschaften sind charakteristisch für einen Zandersee?
    Nährstoffreich und flach, stark verkrautet und trüb.
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    Welche Fische sind keine heimischen Arten in den Gewässern des Landes Schleswig-Holstein?
    Graskarpfen, Marmorkarpfen, Silberkarpfen, Schwarzmundgrundel
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    Welche Krankheitsmerkmale lassen auf eine mögliche Infektion mit der Frühlingsvirämie (SVC) bei Karpfen schließen?
    Glotzaugen, aufgetriebener Körper, Blutergüsse auf Organen und in der Muskulatur.
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    Welche Maßnahmen sind einzuleiten, wenn ein Fischsterben bemerkt wird?
    Die Polizei ist zu verständigen. Bei Verdacht auf meldepflichtige Fischkrankheiten ist auch die Veterinärbehörde in Kenntnis zu setzen. Zudem sollte die zuständige Wasserbehörde informiert werden.
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    Welcher Lebensraum ist für den Wattwurm typisch?
    Sediment der Sand- und Schlickgründe der Ost- und Nordsee.
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    Wem ist der Fischereischein auf Verlangen vorzuzeigen?
    Polizei, Fischereiaufsehern, Fischereibehörden, Fischereirechtsinhabern und ggf. Fischereipächtern.
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    Weshalb ist in vielen Gewässern Schleswig-Holsteins Aalbesatz erforderlich?
    Wegen fehlenden Aufstiegs ausreichender Mengen an Jungaalen.
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    Wie ist das Fischereirecht der Binnenfischerei in Deutschland geregelt?
    Durch Landesrecht, insbesondere das LFischG und die BiFVO.
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    Wie muss ein Setzkescher beschaffen sein, um tierschutzgerecht angeln zu können?
    Er muss aus knotenlosem textilem Material bestehen, mindestens 3,50 m lang sein und einen Durchmesser von mindestens 0,50 m aufweisen.
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    Wie müssen Material und Form einer für Fische vorgesehenen Hälterung beschaffen sein?
    Es gibt keine konkreten Vorgaben. Sie müssen aber vermeidbare Schädigungen der Fische ausschließen und Stress reduzieren.
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    Wie soll mit kranken und verendeten Fischen im Gewässer verfahren werden?
    Die Fische sind herauszufangen und unschädlich zu entsorgen. Bei Verdacht auf eine meldepflichtige Fischkrankheit ist die örtlich zuständige Veterinärbehörde zu informieren.
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    Wo müssen bei einem Fischsterben in einem Fließgewässer Wasserproben zur Beweissicherung genommen werden?
    An der Stelle, wo das Fischsterben feststellbar ist sowie ober- und unterhalb aller in der Nähe befindlichen Einleitungen.
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    Wofür werden die Mittel der Fischereiabgabe verwendet?
    Für Projekte zur Förderung der Fischerei, der Fischbestände und der Gewässer.
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    Wozu dient der Hegeplan?
    Zur Festlegung fischereilicher Maßnahmen an einem Gewässer unter ökologischen Gesichtspunkten für bis zu fünf Jahre.
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    Zu welchen Zeiten muss die Krautung von Fließgewässern unterbleiben?
    Vor und während der Schon- und Laichzeiten der jeweils vorkommenden Fischarten.
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