Wer in Deutschland angeln will, braucht in fast allen Bundesländern einen Fischereischein. Den bekommst du, wenn du die Fischerprüfung bestanden hast. Umgangssprachlich heißt beides „Angelschein“.
1. Bundesland klären
Die Fischerprüfung ist Ländersache. Fragen, Ablauf und Bestehensgrenze unterscheiden sich. Du machst die Prüfung in dem Land, in dem du wohnst. Wie die Prüfung in den einzelnen Ländern aussieht, zeigt unser Vergleich aller 16 Bundesländer.
2. Vorbereitung
In manchen Ländern ist ein Vorbereitungslehrgang Pflicht, in anderen nicht. Lehrgänge bieten Angelvereine, Fischereiverbände und Online-Anbieter an. Ein Lehrgang lohnt sich auch ohne Pflicht, weil du dort Gerät, Knoten und den richtigen Umgang mit dem Fisch in der Hand lernst.
Den schriftlichen Teil lernst du am besten mit dem echten Fragenkatalog deines Landes. Die Prüfungsfragen stammen in den meisten Ländern aus einem festen Katalog. Wer den Katalog kann, besteht.
3. Anmeldung zur Prüfung
Du meldest dich bei der zuständigen Stelle an. Je nach Land ist das die Fischereibehörde, die Gemeinde oder der Fischereiverband. Prüfungstermine gibt es meist mehrmals im Jahr, oft gehäuft im Frühjahr.
4. Die Prüfung
Der schriftliche Teil besteht fast überall aus Fragen mit drei Antworten. Meist sind es 60 Fragen aus fünf oder sechs Sachgebieten:
- Fischkunde: Arten, Körperbau, Lebensweise
- Gewässerkunde und Gewässerschutz
- Gerätekunde: Ruten, Rollen, Köder, Knoten
- Rechtskunde: Schonzeiten, Mindestmaße, Gesetze
- Umgang mit gefangenen Fischen und Tierschutz
Zum Bestehen brauchst du in vielen Ländern drei Viertel der Punkte und zusätzlich eine Mindestzahl in jedem Sachgebiet. Einige Länder haben einen praktischen Teil, etwa eine Angel zusammenstellen oder Fischarten auf Bildern erkennen.
5. Fischereischein beantragen
Mit dem Prüfungszeugnis beantragst du den Fischereischein bei der zuständigen Behörde, oft beim Ordnungsamt oder Bürgeramt deiner Gemeinde. Dazu kommt in den meisten Ländern die Fischereiabgabe.
6. Ans Wasser
Der Fischereischein allein erlaubt dir noch nicht, überall zu angeln. Für das Gewässer brauchst du zusätzlich einen Erlaubnisschein vom Pächter oder Eigentümer, zum Beispiel als Tageskarte oder über die Mitgliedschaft in einem Angelverein. Im Verein bekommst du außerdem Leute, die dir am Wasser zeigen, wie es geht.
Kurz gesagt
- Bundesland klären
- Lernen, mit oder ohne Lehrgang
- Zur Prüfung anmelden
- Prüfung bestehen
- Fischereischein beantragen
- Erlaubnisschein fürs Gewässer holen
Die Fragen für deine Prüfung kannst du hier kostenlos lernen.